Marc Elmer: "Es erfüllt mich mit Stolz, wenn ich sehe, was ich bisher bewirken konnte"

Vor fünf Jahren verunfallte Marc Elmer mit dem Gleitschirm. Nun hat er im Badminton seine Passion gefunden.

14. Juni 2022

Im Mai 2017 ist der Glarner mit dem Gleitschirm abgestürzt und hat dabei eine inkomplette Paraplegie erlitten. In der Reha in Nottwil hat er verschiedene Sportarten ausprobiert und ist beim Badminton hängen geblieben: "So habe ich den Badmintonsport kennengelernt und schnell gemerkt, dass dieser eine wichtige Stütze für meine Rehabilitation und mein Leben nach dem Unfall ist", sagt der 33-Jährige im Magazin Lebensah von Hollister. Neben den zehn Stunden Training pro Woche arbeitet Elmer als Rehatechniker beim IWAZ in Wetzikon und berät Menschen mit Behinderung bei der Suche nach dem idealen Hilfsmittel zur Ausübung ihres Sports. Damit hat er gewissermassen die Seiten gewechselt. Als Sportler im Rollstuhl ist er seiner Vorbildfunktion bewusst und erfüllt ihn mit Stolz und Freude zu sehen, was er bisher habe bewirken können und fügt hinzu: "Gleichzeitig sehe ich es als meine Aufgabe und Verantwortung, weiter an mir zu arbeiten, um Menschen mit Behinderung weiter ins Bild der Gesellschaft zu integrieren."

 

Grosse sportliche Ziele
Nun träumt Elmer von den Paralympics 2024 in Paris. Dieses Jahr ist er bereits an den Turnieren in Dubai und Bahrain im Einsatz gestanden. Im Einzel scheiterte er jeweils in den Achtelfinals. Im weiteren Verlauf des Jahres bringt ihn der Badmintonsport Mitte Juli ans Turnier in Dublin und anfangs November an die WM in Tokio. Bereits nächstes Wochenende steht aber ein besonderes Highlight an. Die Schweizermeisterschaft findet in seinem Wohnort Näfels statt und er bekommt damit einen Auftritt vor seinen Freunden und Familie. Sportlich dürfte es zum Duell gegen Luca Olgiati kommen.

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